Tagesgeldhopping

Mit einem Tagesgeldkonto ist man als Anleger flexibel. Es existieren keinerlei feste Laufzeiten. Mann kann jederzeit sein Konto wechseln und sein Geld bei einer anderen Bank anlegen, die bessere Tagesgeldzinsen bietet. Gibt es auch bei dieser Bank keine hohen Tagesgeldzinsen mehr, so beginnt das Spiel von vorne.

Der Vorgang des Wechsels eines Konto mit geringen Zinsen zu einem Konto mit hohen Zinsen nennt man Tagesgeldhopping.

Man macht einen Zinsvergleich und vergleicht die aktuellen Tagesgeldzinsen der Banken.


Hat man einen Anbieter gefunden, so eröffnet man ein Tagesgeldkonto mittels Post-Ident-Verfahren.
Man sollte vorher im Kopf haben wie lange das Angebot mit dem hohen Zinssatz garantiert ist.


Jetzt überweist man Geld auf das entsprechende Referenzkonto(Girokonto). Mindesteinlagen müssen berücksichtigt werden.
Jetzt erhält man schon die Zinsen.

>>> Tagesgeld-Vergleich

Eventuell muss man sein altes Tagesgeldkonto kündigen. Man kann sein Konto auch mit 0 Euro weiter laufen lassen. Oft fallen keine Kosten an. Will man allerdings wieder von Neukundenangeboten seiner alten Bank profitieren, so kann es sein, dass eine Kündigung notwendig wird, da man sonst nicht als Neukunde gilt.

Die Zinsentwicklung bei den Banken sollte immer mal wieder überwacht werden. Es können sich schnell Szenarien ergeben zu denen sich ein erneuter Wechsel lohnt.

Ein Tagesgeldwechsel ist meist gebührenfrei. Das Konto mit den höchsten Zinsen muss nicht das Beste Tagesgeldkonto sein. So kann es sein, dass nach 3 oder 4 Monaten ein viel geringerer Zinssatz gezahlt wurde. Die Bank wollte ja Kapital anlocken und dem Kunden nicht bis zum Lebensende den hohen Zinssatz zahlen.


Viele Zinsen gelten nur für Neukunden und/oder für einen bestimmten Zeitraum.

Zinsgarantien und die Häufigkeit der Zinsauszahlung spielen eine große Rolle. Durch häufigere Zinszahlungen profitiert man vom Zinseszinseffekt und es lässt sich eine größere Rendite erreichen.

Lockangebote mit Prämien

Manche Banken locken mit einem hohen Tagesgeldzins, haben diesen aber an Bedingungen geknüpft. Eventuell muss man ein Depot bei der jeweiligen Bank eröffnen oder sein Gehaltskonto dorthin verlegen. Solche Angebote sind immer kritisch zu überprüfen. Oft ist der Vorteil für die Bank größer als der eigene Vorteil.

Vorteile und Nachteile des Tagesgeldhoppings:

Durch Tagesgeldhopping erreicht man den besten Zinssatz und kann seine Rendite steigern.

Dennoch gibt es Vorteile und Nachteile:

Vorteile:

  • Prämien für Neukunden bringen zusätzliche Rendite
  • Keinerlei Gebühren für Wechsel oder Kontoführung
  • Kündigung ist nicht nötig, Reaktivierung möglich
  • Man kann sehr viele Tagesgeldkonten gleichzeitig führen.

Nachteile:

  • Man braucht Geduld und Zeitaufwand. Man muss immer wieder schauen ob die Zinsen noch dem Höchstsatz entsprechend. Dann muss man wieder ein Konto eröffnen. Evtl. wieder das alte Konto kündigen. Das klingt einfach, kann aber auch Stress bedeuten.
  • Vorsicht bei Prämien-Angeboten, die an zusätzliche Bedingungen geknüpft sind.

Alternative zum Tagesgeldhopping:

Möchte man lieber im Voraus planen und keinen Wechselstress, so kann man natürlich auch ein Festgeldkonto eröffnen. Hier hat man garantierte Zinsen über einen gewissen Zeitraum hinweg. Allerdings hat man auch deutliche Nachteile. Die Zinsen für Festgeld sind nur unwesentlich höher.

Dafür ist das Geld dann gebunden. Man kann nicht einfach auf sein Geld zugreifen, sondern muss abwarten bis bis Ende der Laufzeit erreicht ist.

Muss man beim Festgeld dringend an sein Geld heran, so gibt es eventuell Möglichkeiten der Auszahlung bei Strafzahlungen oder Zinseinbehaltung. Oder die Bank bietet einen Kredit an und das Festgeld dient als Sicherheit.

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